Samstag, 19. März 2016

Saisonstart. Jetzt.

Die Gartenzelle an der Balkontür, Anzuchtstation für die Junggewächse. Gelegentlich muss mich Monsieur darauf hinweisen, dass der 'Gartenkram' nicht zu sehr ins Wohnzimmer wuchern soll und ich sortiere alles nochmal brav in mein kleines Gärtnerregal. Spielverderber...


Dieses Wochenende habe ich zum Saisonstart erklärt: der Balkon wird offiziell flott gemacht und der Garten in Position gebracht, d.h. alle gekauften, geschnorrten und sonstwie erbeuteten Pflanzgefäße werden mit Erdebefüllt, Samen gestreut, robuste Keimlinge ausgepflanzt und jeder Topf nimmt seinen Platz ein.

Die Nachttemperaturen sind jetzt konstant über 3°C, das schaffen die meisten meiner Pflänzchen und sie durften ja auch schon eine Weile Frischluft am Tag schnuppern.



Die derzeitige GARTENSTATUS:
Der Spinat ist gekeimt, die Radieschen auch (exakt 14 Tage nach der Aussaat), Rosmarin, Lavendel und Salbei dürfen jetzt dauerhaft draußen bleiben, so lange es nicht wieder friert.  In die unverhofft gefundenen Töpfe sollen einmal Bohnen - da der Boden aber sehr nährstoffreich ist, hab ich jetzt erstmal ein paar Radieschen eingesät.
In der Anzuchtstation sind mit Kamille und Ringelblume zwei Arzneipflanzen dazu gekommen, die später auch mal hübsch aussehen und flauschige Hummeln anlocken sollen.
Sorgen machen mir die Tulpen (hinten rechts in den schwarzen Pötten), sie wachsen nicht bzw. in Zeitlupe. Das bringt nicht nur meinen Pflanzplan durcheinander, ich werde so auch im Hochsommer blühende Tulpen haben (?!?)
Ansonsten heißt es: warten, warten, warten...

Geduld ist gar nicht meine Stärke. Und trotzdem suche ich mir immer Projekte, die besonders viel Geduld erfordern. Diesmal eben ein Garten.
In gründlicher Akademiker-Manier habe ich einen minuziösen Bepflanzungsplan angelegt, mit Vorkultur, Hauptkultur, Nachkultur und unter Beachtung möglichst aller Biogärtner-Regeln.
Nach einer Woche war er hinfällig, da die Pflanzen - trotz meiner Terminberechnungen...- im Plan hinterher waren und viel länger brauchten als gedacht, dem schlechten Wetter geschuldet. Mist. Alles für die Katz.
Und so wurde mir frühzeitig klar gemacht, dass nicht ich den Rhythmus in meinem Garten vorgebe, sondern der Garten selbst. Ich bin nur Zuschauer. Und Betreuer.
Und Ernter :-)




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