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Sonn(en)tag im Garten :-D

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9h30, 20°C in der Sonne. Es wäre fahrlässig und vollkommen irrsinnig, NICHT auf dem Balkon bzw. im Garten zu frühstücken. Dabei kann man seinen Mitbewohner schon gleich zu Beginn des Tages mit Garten-Talk in den Wahnsinn treiben. Auch mit dabei: Madame Amsel. Ich habe den letzten Rest des Winterfutters in ein Schälchen gefüllt, weil sie immer wieder so gerne zu Gast ist (isst) und so zutraulich ist. Leider ohne jede Tischmanieren, so dass nach jeder Mahlzeit die Körner auf dem ganzen Balkon verteilt sind :-\ Da ich gestern schon einiges im Garten gewerkelt habe, bleibt mir heute die eher theoretische Arbeit, die sich mal wieder mit dem Projekt Bohnengerüst beschäftigt.

Buddel außer Rand und Band

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Der erste Gartenmonat ist rum und wir kommen langsam in die Phase "Wachsen - egal wo". Nach einer sehr sonnigen und milden Woche sind wir hier im Beet ein ganzes Stück weiter. Ich zupfe des öfteren Kamille und Getreidesprossen aus den Fugen - letztere haben die Vögel mit dem Winterfutter verteilt. Und der herrliche gestrige Tag im Garten war dann irgendwann außer Kontrolle geraten: Voller Frühlingsgefühle hab ich in meiner Bienenweide, die eigentlich geordnet in Kapuziner-Rot und Ringelblumen-Orange erscheinen soll, inzwischen alles gesät, was mein Saatgutkasten an Blüten hergegeben hat. Mal schauen, was das wird... Ins Beet umziehen durfte der erste Salat, der Mangold wurde umgetopft, ebenso wie diverse Kräuterzöglinge. Radieschen gesät und - auch völlig kopflos - noch eine Reihe Schnittlauch ins Möhrenbeet geworfen. Ach, wie herrlich! Leider auch die ersten Plagegeister: Mal wieder, immer wieder, nach wie vor: Trauermücken. Hab ich gar nicht lange gefack...

Erntealarm!

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Ja, richtig gelesen. Heute war Erntetag. Heute gab es den ersten Salat aus dem eigenen Garten, noch vor April! Und da der Tag heute mal wieder zu schön war, um nicht zu buddeln, hab ich mich in meinen Garten geflüchtet und umgetopft und gesät und vorher natürlich die gesamte Vorkultur raus geschleppt. Die Babies sollen ja auch frische Luft schnappen können.   Auf diesem Bild ist ein junger Kohlrabi versteckt ;-) Wenn ich mir meinen Pflanzplan so ansehe... es wird richtig grün und wild dieses Jahr auf dem Balkon, viele raumgreifende Gemüse und dann noch die Stangenbohnen. Naja, so schön sind weder die Nachbarn noch ihre Balkone, als dass ich den Anblick nicht von ein paar Bohnen zuwachsen lassen würde. Aber es dauert noch. Bohnen erst im April, denn morgens liegt hier noch der Reif auf den Dächern... Der Thymian hat den Winter gut überstanden und hat schon frische Triebspitzen.

Es lenzt

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Sonnenschein, Gartentrieb. Genau wie letztes Jahr hält's mich nicht im Haus, wenn am Wochenende mal die Sonnenstrahlen warm genug sind und man in der Erde wühlen kann. Mangold, Paprika und ein paar Kräuter sind aufgegangen. Die Mehrjährigen hab ich umgetopft, Möhren gesät, hie und da gezupft und gegräpelt und... ach... einen Espresso in meinem erwachenden Hortus deliciarum genossen.    

Angs'ät is!

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Es war soweit. Vor einer Woche habe ich es getan: angesät. Ich habe noch etwas schüchtern und unentschlossen den Balkon aus der Winterstarre geholt und die Pötte mehr oder minder an den angedachten Platz geschoben. Ich habe meinen ersten Besuch im Gartenmarkt gemacht, ein Säckchen Erde und zwei Hängetöppe gekauft. Und dann: das erste Mal Saatgut auf Erde streuen, die in Anzuchttöpfchen im Minigewächshaus steckt. Ganz lieb: meine Kollegen im Institut haben mir zum Geburtstag ein kleines Anzuchtset mit Haube geschenkt. Manche denken eben wirklich mit... Und heute Abend war es so lau, nach einem strahlend klaren Tag, dass man fast Lust hatte, auf dem Balkon zu Abend zu essen. Ich schätze, noch eine Woche, dann sind die Knospen an den Sträuchern und der Frühling ist nicht mehr aufzuhalten. Buddel im Garten auch nicht. ;-)

Wenn der Schalter umgelegt wird...

Ich weiß nicht, was es ist. Seit etwa einer Woche bin ich irgendwie zappelig, denke ständig an den Balkon, wühle im Internet nach Ranknetzen und habe heute sogar einen ersten Pflanzplan gemacht. Dabei liegt draußen noch Schnee, die Temperaturen sind immer noch frostig. Ist das die biologische innere Uhr, die merkt, dass es nicht mehr rückwärts, sondern wieder vorwärts geht? Dass die Zeichen nicht mehr auf vergehen, sondern auf wiederkommen stehen? Die Tage werden seit vier Wochen wieder länger, es ist vielleicht das Mehr an Licht, das trotz Schnee und Eis die Lebensgeister tief im Innern wieder weckt. Gartenstatus? Immer noch tiefgekühlt. Meine eingepackten Kräuter halten sich wacker, den Spinat hat's aber mitgenommen. Nur der Feldsalat, die Babies, stehen völlig *cool* in ihrer Erde und warten auf besser Wetter, um endlich loszulegen. Und ich scheinbar auch. Noch vier Wochen...

Alles steht still

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Manchmal stehe ich nun am Balkonfenster und schaue nach draußen: Wir haben etwa 10cm Schnee, der die Natur bedeckt. Er ist auch bis auf meinen Balkon gekrochen und lässt die Heide wie mit Puderzucker bestreut aussehen. Im Frühjahr, als es eigentlich noch zu kalt war, hab ich die nasskalte Erde in den Töpfen und Trögen umgegraben und war voller Erwartung, dass das erste Grün sprießt - was es dann ja auch tat. Und kurze Zeit später begann ein Wachsen und Wuchern, ein Blühen und Gedeihen. Der Balkon wurde lebendig, jeden Tag sah er anders aus. Es war ein Kommen und Gehen von Pflanzen und Insekten. Dieser Wandel, das zögerliche Aufkeimen, dann das unbändige Drängen und Sprießen im späten Frühjahr und dann die Stagnation, als im Sommer alles im Zenit stand, das aufkommende Gefühl der Erschöpfung und Erfüllung im Spätsommer, wenn alles immer langsamer wurde und alles was blieb, Früchte und Samen waren. Selbst dieses langsame Zugrundegehen der Natur hat mich fasziniert. Und irgendwann kam...

Pantha rei - was kam, geht

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Das Gartenjahr nähert sich dem Ende. Schon seit ein, zwei Wochen sieht man meinem liebgewonnenen Gärtchen arg die Spuren der Vergänglichkeit an.  Daher war es Zeit, die Saison zu Ende zu bringen. Wer draußen überwintern soll, wurde warm eingepackt. Ansonsten noch rasch Feldsalat und Spinat eingesät, auch wenn ich weiß, dass sie vor dem Winter nicht mehr groß werden... Aber es ist an der Zeit, einmal zu resümmieren, was aus meinen knapp 4qm Balkon-Garten alles auf den Tisch kam: - 2 Portionen Buschbohnen - 2 Portionen Borlottibohnen - 1 Portion schwarze Bohnen - 2 Bund Radieschen - ungezählte Portionen Salat (sicherlich ein Dutzend, zeitweise war ich hier Selbstversorger) - geschätzt 1-1,5kg Möhren in verschiedenen Farben hier die letzte Portion 'klassische': - Gelbe Bete-Knollen - 1 stolzer Kohlrabi - 3 Lauchzwiebeln (Zwiebelgewächse waren aber generell eher der große Garten-Fail) - Koriander-, Dill- und Leinsaat, jeweils etwa 1 Esslöffel...

Meditatives Gärtnern

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Nach langer Zeit mal wieder eine ausgiebige Garten-Session: Nach dem Urlaub war es für einige Zeit: die nächste Runde Bohnen baumelte am Strauch, die letzten Salamibohnen und Robert, der Kohlrabi. Insgesamt war es ein Ernte- und Ernteverwertungswochenende. Ach, Robert... er war tatsächlich der Geschmacksknaller des bisherigen Gartenjahres, denn er schmeckte nicht nur einfach nach Kohlrabi. Butterzart und irgendwo zwischen Kohlrabi, Radieschen und Rucola. Ich erinnere mich noch, wie er kaum einen Zentimeter hoch war und jetzt hatte er als Carpaccio mit Olivenöl einen phänomenalen Auftritt. Die Salamibohnen fanden zusammen mit den eher bescheiden geratenen drei Zwiebeln ihre Bestimmung in einem sehr schrägen Ofengericht. Aber geschmacklich waren sie top. Übrigens habe ich festgestellt, dass diese krassen Bohnen auch als Hülsen ausgesprochen lecker sind und ganz anders schmecken als die schnöden grünen Bohnen... Heute musste dann mal aufgeräumt werden, Altes raus, auflockern, zurü...

Vorboten der Nachsaison

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Ich hab's tatsächlich getan: ich hab ein "Beet" aufgelöst. Die Heilpflanzen waren nun doch so verblüht, dass sie wirklich nicht mehr ansehnlich waren. Sie haben ihren Dienst getan und jede Menge Nützlinge angelockt, die mir den Garten fein aufräumen. Aber nun war es Zeit für den Kompst. Sonstiger GARTENSTATUS: Da mir winzige Räupchen meinen kleinen Salatpott ruiniert haben, hab ich kurzerhand Blattgemüse zu den Bohnen gesät - das Substrat in dem kleinen Pott muss jetzt erst mal durchtrocknen, dann versuche ich es nochmal mit Salat Ende August. Auch der Salat im Salatbeet sieht langsam bedenklich aus. Naja, es kann ja nicht für ewig so weitergehen... Dafür zeigen sich die Möhrchen dazwischen und ragen mit den Rüben hervor. Die Gelben Beten werden langsam kugelig und viele Pflanzen blühen - wie der Oregano (rechts im Bild) - oder haben schon Samen gebildet, die nun vor sich hin reifen. Man merkt, dass der Zenit im Garten für die Hauptsaison überschritten ist. Wenn das So...

Sommerpause

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Eine kleine Pause hab ich eingelegt. Einerseits, weil es tatsächlich keine spektakulären Neuigkeiten gibt, seliger Gartenfrieden und eine Kräuterschwemme. Andererseits arbeitsbedingt: wuchert der Garten brav vor sich hin, rufen die Bücher umso lauter. Ein kleines Update zum GARTENSTATUS, bevor ich - tatsächlich - ein paar Tage Urlaub mache: - Beigeistert bin ich von meiner Anti-Schädlings-Task-Force: Marienkäfer, Schwebfliegen und deren Nachwuchs machen sehr zuverlässig jeder aufkommenden Blattlauskolonie ein Ende und die Spinnen besorgen den Rest. Höchst selten, dass ich da mal eingreifen muss, meistens reicht abwarten. Einzig der Kohlweissling hat mich auf Trab gehalten: erst wollte er dem armen Kohlrabi ans Leder, nachdem der nun unterm Netz wächst, attackiert er meine kleinen Radieschen. Und am Rucola hat er's auch schon versucht. Da half zeitweise nur tägliches Raupen einsammeln. - Die schwarze Bio-Bohne hat "geliefert". Diese Woche wurde geerntet und so hat sic...

Knipsen statt graben

Zu buddeln gibt es ja gerade eher wenig. Mein täglicher Gang durch den Garten besteht im Gießen, Kontrollieren, hie und da Zupfen und natürlich Ernten. Gestern habe ich dennoch mal wieder gesät: Nach langem Überlegen will ich doch nochmal Buschbohnen versuchen, zu den Möhren, denn da ist nun so viel Platz, den kann ich nicht ungenutzt lassen. Und ein paar Kräuter hab ich nachgesät. Die versehentlich im Zierkasten gewachsene Kamille hatte kurzerhand zwei Lobelien den Garaus gemacht, deshalb musste sie jetzt gehen. An die Stelle zog eine Japanische Scheinmyrthe. Klingt nach Schickimicki-Zen und eigentlich bin ich kein Freund von exotischen Pflanzen, aber sie sieht hübsch aus und soll angeblich bis zum Frost blühen. Davor, als Lückenfüller, versuche ich es nochmal mit Kapuzinerkresse. Sonst genieße und staune ich vor allem über die vielen kleinen Wunderlichkeiten in meinem hortus deliciarum und habe mich aufs Fotographieren verlegt. Je kleiner das Motiv, desto besser. Mit Begeisteru...

Sommerfrieden

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Der Sommer entpuppt sich tatsächlich als relativ entspannte Zeit des Beobachtens in meinem kleinen Garten. Gießen und Schädlinge in Schach halten - und letzteres besorgen immer mehr die sich ansammelnden Nützlinge. Ansonsten mache ich hauptsächlich Fotos und ernte hie und da. ansehnliche Möhrenernte Im Übrigen sind viele Pflanzen ohne mein Zutun absolut schädlingsfrei: am Salat, den Möhren oder dem Basilikum habe ich noch keine einzige Blattlaus oder ähnliches gesehen. Auch die Radieschen und Robert sind clean und selbst die gefürchtete Bohnenlaus ist mir erspart geblieben. der kleine Robert Kohlrabi spacy: Borretschblüte elegant: Borlottiblüte zart: Radieschenblüte Der Marienkäfer hat mir auf der Kamille ein paar Geschenke hinterlassen: Larven. Die waren so zahlreich, dass ich sie jetzt übergesiedelt habe bzw. habe übersiedeln lassen auf andere Pflanzen, denn auf der Kamille sind die Blattläuse größtenteils bereits meiner Schmierseife zum Opfer gefal...

GARTENSTATUS - laaangweilig!

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Genau genommen gibt es gerade nichts zu tun. Abgesehen von einer Blattlausinvasion, die ich mit Schmierseife niedergemetzelt und anschließend die betroffene Petersilie niedergemäht habe. Sonst gibt es aber nichts zu tun, außer beim Wachsen zusehen und abwarten. Der Garten ist eigentlich schrecklich chaotisiert. Durch das unbeständige Wetter schiebe ich den gesamten Garten immer wieder in Unwetterposition und wieder zurück. Und diverse Platzregen haben auf den Stühlen und dem Tisch einen fiesen Pollenbelag hinterlassen. Aber solange es so unentschlossen bleibt, lohnt das Aufräumen nicht. Wer hätte es gedacht, aber ich bin gerade ein Salat-Selbstversorger! Den letzten gekauften Salat habe ich nur mit Mühe vor dem Welken aufessen können, denn in meinem Garten wächst er unaufhaltsam. Mit "Salat" meine ich dabei nicht das eigentliche Blattsalat-Gewächs, sondern alles Blättrige, was sich als solcher verwenden lässt: Radieschengrün, Spinat, Rauke, diverse Kräuter. Me...

Zwergenaufstand

Zwergzikaden. Es sind  Z W E R G Z I K A D E N. Zikaden rufen bei mir eigentlich seelige Erinnerungen an Tage in der Provence hervor, aber was mir da aus der Petersilie entgegenkam, ließ mir schlagartig ein Licht aufgehen: die weißen Flecken auf den Bohnenblättern sind Saugschäden von Zwergzikaden. Ich hatte schon einmal einen kurzen Moment daran gedacht, da ich aber absolut kein Tierchen finden konnte... Nun denn. Noch ein Viech im Garten. Gegen Zwergzikaden gibt es wohl nur wenig probate ökologische Maßnahmen, sie scheinen aber auch nicht zu den aggressiven Schädlingen zu gehören. Ich warte jetzt mal ab, wie es mit den Bohnen weitergeht. Als akute Maßnahme und um festzustellen, ob es denn überhaupt viele sind, hab ich mal eine Geldbtafel in den Bohnentopf gesteckt. Mit schlechtem Gewissen natürlich. Zwergzikaden, nicht zu fassen....

Krankenakte

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Jetzt habe ich mal Fotos gemacht von meinen Sorgenkindern... Die weißen Flecken auf den Bohnenblättern, die inzwischen auch anfangen an den Rändern zu vertrocknen und irgendwie wellig zu werden. Und der Basilikum. Von den insgesamt fünf Pflanzen im Topf sind aber nicht alle betroffen, deswegen wäre es umso wichtiger zu erfahren, was los ist. Jemand eine Idee?

Weiße Flecken, schwarze Flecken, und was sonst noch im Beet los ist...

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Ein Garten muss anscheinend manchmal weh tun. Wie Kinder. Oder Haustiere. Oder eine Beziehung. Ich bin ratlos und hätte ich nicht gerade anderweitig so viel um die Ohren, würde ich mich wahrscheinlich schrecklich aufregen: Schwarze Flecken auf dem Basilikum. Oder besser gesagt grau-braun und wie im Blattinneren. Nein, keine Thripse. Egal, wie ich die Pflänzchen drehe und wende, in der Erde wühle, nirgends Tierchen. Rein gar nichts. Einfach nur graue Flecken, die man zuerst nur schwach und gegen das Licht sieht, dann auch auf der Blattoberseite. Letztes Jahr hatte ich das auch und ich dachte irgendein blöder Virus, weil die Pflanzen zu dicht stehen oder so. Und jetzt wieder. Frust. Und dann die Bohnen. Die Stangenbohnen haben weiße Flecken auf den Blättern und angetrocknete Blattränder. Das erinnert mich an meine Tomaten letztes Jahr, das ging nicht gut aus. Der einzige, der immer noch unbeeindruckt fröhlich im Bohnentopf sitzt, ist meine Inkognito-Biobohne. Scheinbar ist sie rob...

Schichtwechsel

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Bei den Blattgemüsen war heute der große Zapfenstreich: die erste Generation Spinat wurde abgeerntet und ausgebuddelt. Bis auf eine Pflanze: die lasse ich wachsen, weil ich sie blühen sehen möchte. Den Platz nehmen jetzt Blattsalat und Möhren ein und dazwischen wachsen die jüngeren Spinatpflanzen noch eine Weile weiter. Auch von der Rauke habe ich mich jetzt größtenteils getrennt, denn sie hat die irrwitzigsten Blattformen entwickelt und fing an, bitter zu schmecken. Der Lein ist übrigens brav aufgegangen, dafür lässt sich der Schnittknoblauch nicht im Geringsten blicken. Ich versuche jetzt, Sprossen vorzuziehen, aber scheinbar mögen mich Zwiebelgewächse einfach nicht: mein Schnittlauch war ein Witz aus drei Grashalmen, die Lauchzwiebeln sind nur zur Hälfte gekeimt und wie gesagt, der Schnittknoblauch macht mich ärgerlich. Ich bin versucht, einfach eine Knoblauchzehe in die Erde zu stecken und zu schauen, was passiert...

Here comes the sun

GARTENSTATUS 9.5. Da gärtnert man monatelang am Vegetationsminimum, freut sich über jeden eingebildeten Wachstumsfortschritt, jede frostfreie Nacht und jeden Sonnenstrahl einzeln - dann scheint fünf Tage am Stück die Sonne, die Temperaturen steigen auf 20° und schon mutiert der Garten zur grünen Wildnis. Naja fast: Spinat wächst im Überfluss, Dill und Möhren lassen sich dazwischen auch schon blicken (9.5.). Eine vergessene Stangenbohne im Topf legte einen grandiosen Soloauftritt hin. Die Gelbe Bete keimt zwischen den neugesäten Radieschen, mein "Robert" getaufter Kohlrabi wächst und sogar Liebstöckel gab sich schlussendllich die Ehre und tauchte aus der Erde auf. Meine evakuierten Stangenbohnen sind im Wohnzimmer regelrecht explodiert. Sie wollten raus an die Luft, aber ich zögerte - die Eisheiligen... Noch eine Woche halten sie es in ihren Pappröllchen aber wohl nicht aus, deshalb hab ich sie heute trotz schon sinkender Temperatur umgesiedelt. Man denkt immer, es kö...

Buddel und das Bohnengerüst

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<stolz> Meinen Salami-Bohnen habe ich ein patentes Rankgerüst gebaut, das - in meinen Augen - auch noch schick aussieht. Wenn die Böhnchen in der Erde versenkt sind, kommt der Topf in die Ecke neben den Spinat. Ist schief, ich weiß, aber das ist gewollt (wirklich...). Denn das Gerüst wird an das Geländer gelehnt und die Bohnen sollen dann teilweise auf die Geländerstäbe umgeleitet werden. Im Topf sitzt bereits meine Inkognito-Bohne, von der ich nichts weiß, auch nicht, ob sie jemals ranken wird (gibt es eine Möglichkeit, an der Jungpflanze zu erkennen, ob es eine Stangen- oder Buschbohne ist???) Ach, wie wunderbar grün und wild verwachsen sieht mein Balkon vor meinem geistigen Auge im Sommer aus...