Sonntag, 15. Oktober 2017

Sommerfeeling mit gebrannten Mandeln


Ich bin versucht zu sagen: ein ganz normaler Garten-Tag. Denn wie immer mache ich meinen Rundgang, dann wird etwas *Konkretes* gemacht (Tulpen und Knoblauch setzen), dann wird geernetet und dann, ja dann werden wie eh und je ein paar Quadratmeter Beet durchgesiebt und Traubenhyazinthen aus der Erde geholt. Das ist die Geißel meines Gartens.

Heute war es aber *public gardening* denn das Dorf war anlässlich der Herbstkerwa überfüllt und alles spielte sich vor meinem Gartenzaun ab. Wetter: sommerlich. In den Grillgeruch mischten sich aber gebrannte Mandeln und die erinnerten einen daran, dass ja schon für Weihnachten vorgeglüht wird...

Oh du wunderbares Herbstrübchen, das du steckst in der Erde :-)
Auch Unkraut kann entzückend blühen: Sauerklee, der sich auf dem Rindenmulch ausbreitet

Das Erntekörbchen des Tages
Unglaublich: nach Rückschnitt fast totgeglaubt ist die panaschierte Rose wieder da und blüht als letzte Rose des Sommers....

...wenige Meter daneben die Astern als Boten des Winters.

Dienstag, 10. Oktober 2017

Vom Frühbeet, dem Preisrettich und anderen Begebenheiten im Herbstgarten...

Es ist Herbst geworden und man fröstelt, wenn man im gut mit Regen vollgesogenen Garten werkelt - und abermals nach Traubenhyazinthen gräbt.
Das Herbstgemüse steht in voller Pracht und füllt den Teller mit Frischkost. Und da die kluge Gärtnerin möglich spät aufhört und möglichst früh wieder anfängt, wurde jetzt mal ein Fundament für ein Frühbeet gelegt (das bisschen Grünschnitt hat sich inzwischen schon aufgelöst):


Das Herbstlaub - viel ist es ja nicht mit dem Fliederbaum - habe ich in die Blumenrabatte gehäufelt. Ein paar Käfer und Würmer werden sich freuen, wenn es im Winter nicht ganz so kalt im Laubmulch wird.
Die Radieschen sind alle schon verspeist, die Rübchen werden nach und nach erntereif. Mein ganzer Stolz sind aber die Winterrettiche. Kniehoch steht der Rettichwald und bildet hübsche schwarze Kugeln. Am Wochenende habe ich mal ordentlich zugegriffen und eine Wochenration Wurzelgemüse ausgegraben:

der dritte von hinten war mein "Preisrettich", groß wie eine Orange.
Den Rettich geraspelt, gesalzen und mit einem Löffel Sauerrahm verrührt und wir sind im Bereich von *unverschämt lecker*. Im Büro prügeln sie sich schon um die schwarzen Knollen...
Hinzu kamen noch Spinat und Feldsalat. Das überschüssige Laub zerrupfe ich und lege es wieder aufs Gemüsebeet; in zwei Wochen haben es die Würmer vergraben.

Demnächst ist es Zeit für die Tulpenzwiebeln und den Knoblauch. Man muss sich beeilen, die Gartentage werden immer kürzer.

Gesine

Gesine wohnt seit dem Sommer im Garten. Und wie es sich für eine Heuschrecke gehört, erschreckt sie mich jedesmal, wenn wir uns begegnen. Sei es, weil sie seelenruhig auf einem Radieschenblatt sitzt, an dem ich gerade zu tun habe, sie aber wegen ihrer Tarnfarbe zunächst nicht bemerke, oder aber, weil sie im Kamikazeflug an meinem Kopf vorbeisaust und im Rhododendron landet.
Mensch, Gesine...