Freitag, 20. Mai 2016

Weiße Flecken, schwarze Flecken, und was sonst noch im Beet los ist...

Ein Garten muss anscheinend manchmal weh tun. Wie Kinder. Oder Haustiere. Oder eine Beziehung.

Ich bin ratlos und hätte ich nicht gerade anderweitig so viel um die Ohren, würde ich mich wahrscheinlich schrecklich aufregen:
Schwarze Flecken auf dem Basilikum. Oder besser gesagt grau-braun und wie im Blattinneren. Nein, keine Thripse. Egal, wie ich die Pflänzchen drehe und wende, in der Erde wühle, nirgends Tierchen. Rein gar nichts. Einfach nur graue Flecken, die man zuerst nur schwach und gegen das Licht sieht, dann auch auf der Blattoberseite.
Letztes Jahr hatte ich das auch und ich dachte irgendein blöder Virus, weil die Pflanzen zu dicht stehen oder so. Und jetzt wieder.
Frust.

Und dann die Bohnen. Die Stangenbohnen haben weiße Flecken auf den Blättern und angetrocknete Blattränder. Das erinnert mich an meine Tomaten letztes Jahr, das ging nicht gut aus. Der einzige, der immer noch unbeeindruckt fröhlich im Bohnentopf sitzt, ist meine Inkognito-Biobohne. Scheinbar ist sie robuster.
Ich sollte mal ein Foto von den Flecken machen...
Im Internet hab ich nichts gefunden, keiner kennt die grauen oder weißen Flecken. Und da ich keine Schädlinge finde, hoffe ich das Beste und warte ab.
Für den Basilikum habe ich aber wenig Hoffnung und vermute sogar, es liegt am Saatgut. Billiges Supermarkt-Saatgut. Ich gehe daher in die Offensive und habe heute Bio-Basilikum gesät. Bei den Bohnen scheint der Bio-Vertreter ja auch der gesündeste zu sein...

Eine fast schon vorhersehbare Frust-Nachricht: kein Schnittknoblauch in Sicht. Auch die in Wasser gelegten Samen rühren sich nicht. Wenn man mich fragt, ist das Saatgut schlicht nicht keimfähig.

GARTENSTATUS
Aber ein paar gute Nachrichten gibt es auch: Der Oregano-Steckling hatte nun genug Wurzeln zum Auspflanzen und der Lein ist ja so hübsch aufgegangen:
Als Tiefwurzler hab ich ihn in eine aufgeschnittene PET-Flasche gesetzt. Bin mal gespannt, was daraus wird.

Und nun noch der Blick ins Wechselbeet:
Die übrigen Spinatpflanzen, die eine blühende Spinatpflanze, dazwischen einzelne Hälmchen: Möhren. Mit rot-grünen Blättern der Salat, flankiert von den beiden übrigen Rucolapflanzen. Oben Mitte-links, die Halme, das ist Dill. Irgendwo sitzt auch noch ein einzelnes Petersilienpflänzen, das da hingefallen und angewachsen ist...





Kommentare:

  1. ich würde dir auf alle Fälle empfehlen Bio-Saatgut zu verwenden und dann auch samenechte Sorten. Ist eine Sache der Einstellung. Gutes bio-Saatgut bekommst du bei https://www.bingenheimersaatgut.de/ oder http://www.biogartenversand.de/ das sind meine bevorzugten Lieferanten mit super Qualität und alles keimt bestens und gedeit prächtig.

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  2. Nun ja, die Frage, warum ich überhaupt konventionelles Saatgut verwende hat man mir und habe ich mir auch schon öfter gestellt.
    Eigentlich ist es ganz einfach: Der Hintergedanke war, dass die Art der Aufzucht des Gemüses ja eigentlich entscheidender ist für die Qualität: gute Erde, organischer Dünger, keine Chemie, etc... An gärtnerische Aspekte wie Widerstandfähigkeit und Keimfähigkeit oder so habe ich noch gar nicht gedacht, weil mir jegliche Erfahrung fehlt(e). Und damit wären wir beim zweiten Grund: Bio-Saatgut ist natürlich kostspieliger. Als Garten-Frischling, der auch noch ein chronisch knappes Budget hat, wollte ich mir nicht einen ganzen Satz Bio-Saat leisten und all meine Anfängerfehler an ihm auslassen, sondern nach und nach auf Bio umsteigen. Dass ich die ein oder andere Pflanze in Bio-Qualität stehen habe, ist eher Zufall, aber aufschlussreich- und im Nachhinein leuchtet mir auch ein, warum es damit besser funktioniert.
    Andererseits ist nach gemachter Erfahrung der Wechsel zu Bio-Saatgut keine Glaubensfrage mehr, sondern eine Überzeugungstat. Das liegt mir als ewigen Zweifler mehr.

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