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Gartenstatus!

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Sonne - raus in den Garten. Generalprobe ist erst um 16:00, davor kann man noch schnell 'was auspflanzen. Der GARTENSTATUS Meine Bohnen beginnen - endlich - zu ranken. Faszinierend, wie sie über Nacht sich so gedreht haben, dass sie jetzt um die Stangen winden. Dem Liebstöckel hab ich etwas mehr Beinfreiheit verschafft und ihn umgetopft. Meine Möhren haben wahnsinnig viel Kraut, aber ich sehe noch keine Rüben, wenn ich ein bisschen in der Erde grabe... komisch. Es wächst etwas im Schnittknoblauch-Topf. Ich habe aber den Verdacht, dass es kein Schnittknoblauch ist, sondern irgendein anderes Pflänzchen, dass den Topf als Heimstatt attraktiv fand. Ein paar Eindrücke:  Buddel im Garten ;-)

Zwergenaufstand

Zwergzikaden. Es sind  Z W E R G Z I K A D E N. Zikaden rufen bei mir eigentlich seelige Erinnerungen an Tage in der Provence hervor, aber was mir da aus der Petersilie entgegenkam, ließ mir schlagartig ein Licht aufgehen: die weißen Flecken auf den Bohnenblättern sind Saugschäden von Zwergzikaden. Ich hatte schon einmal einen kurzen Moment daran gedacht, da ich aber absolut kein Tierchen finden konnte... Nun denn. Noch ein Viech im Garten. Gegen Zwergzikaden gibt es wohl nur wenig probate ökologische Maßnahmen, sie scheinen aber auch nicht zu den aggressiven Schädlingen zu gehören. Ich warte jetzt mal ab, wie es mit den Bohnen weitergeht. Als akute Maßnahme und um festzustellen, ob es denn überhaupt viele sind, hab ich mal eine Geldbtafel in den Bohnentopf gesteckt. Mit schlechtem Gewissen natürlich. Zwergzikaden, nicht zu fassen....

Gärtnern 1930 (oder für Hipster: Retro-Gardening)

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Ab morgen stecke ich wieder komplett in Proben und Konzerten und mein Garten muss bis Montag mit Minimalpflege auskommen. Mein Blog auch. Deshalb hier noch ein paar Gedanken, die mir auf meiner Zugfahrt am Sonntag kamen: In der Vorkriegszeit gleichte der Gemüseanbau dem heutigen biologischen Gärtnern. Chemischer Pflanzenschutz war nicht üblich, Selbstversorgung das Ziel, es gab eine geringere Sortenauswahl aus natürlicher Züchtung.  Neuerlich meine Oma (*1921) befragt, die meine erfahrenste Kompetenz fürs biologisch-historische Gärtnern ist, wie denn die Ausfallrate im Garten war - damals, in den 20ern und 30ern: „Es lief eigentlich immer. Aber wir hatten ja auch einen richtig großen Garten und noch ein Feld, da fielen kleinere Ausfälle nicht so auf. Wir hatten auch Netze über den Möhren und dem Kohl [Netze aus Flachs, wohlgemerkt]. Und wenn die Schnecken die Erdbeeren gefressen hatten, hatte man halt Pech.“ Sie kann sich auch noch an Jahre von Kartoffelkäferplagen erinnern, ...

Krankenakte

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Jetzt habe ich mal Fotos gemacht von meinen Sorgenkindern... Die weißen Flecken auf den Bohnenblättern, die inzwischen auch anfangen an den Rändern zu vertrocknen und irgendwie wellig zu werden. Und der Basilikum. Von den insgesamt fünf Pflanzen im Topf sind aber nicht alle betroffen, deswegen wäre es umso wichtiger zu erfahren, was los ist. Jemand eine Idee?

Gärtner-Seelsorge

Nee, es geht nicht um therapeutisches Gärtnern, um der geschundenen Seele des naturfernen Stadt- und Büromenschen Gutes zu tun.Es geht mir heute hier um den Gärtner, der mit Herzblut seine Beete pflegt, liebevoll täglich seine Pflanzen hegt und der eher zu viel als zu wenig Gedanken dem Wohl seines Grünzeugs widmet. Diesen Gärtner-Typus trifft es denn auch am härtesten, wenn's im Beet kriselt.Ich habe mich schon selbst ertappt, wie ich im Angesicht eines aufkeimenden Problems den Tränen nahe war. Wieso in meinem Garten? Wieso nicht auf dem Nachbarbalkon?? Bin ich eine schlechte Gärtnerin? Habe ich nicht genug aufgepasst? Etwas übersehen? Es ist das Hadern mit dem bloßen Schicksal einerseits, aber auch die Selbstzweifel und – was ich am schlimmsten finde – die RATLOSIGKEIT. Wenn man hilf- und ahnungslos zusehen muss, wie die zukünftige Ernte dahinschwindet und das Problem einfach nicht identifizierbar ist. Das Essen stirbt mir sozusagen unter den Händen weg und ich sitze am Beet...

Weiße Flecken, schwarze Flecken, und was sonst noch im Beet los ist...

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Ein Garten muss anscheinend manchmal weh tun. Wie Kinder. Oder Haustiere. Oder eine Beziehung. Ich bin ratlos und hätte ich nicht gerade anderweitig so viel um die Ohren, würde ich mich wahrscheinlich schrecklich aufregen: Schwarze Flecken auf dem Basilikum. Oder besser gesagt grau-braun und wie im Blattinneren. Nein, keine Thripse. Egal, wie ich die Pflänzchen drehe und wende, in der Erde wühle, nirgends Tierchen. Rein gar nichts. Einfach nur graue Flecken, die man zuerst nur schwach und gegen das Licht sieht, dann auch auf der Blattoberseite. Letztes Jahr hatte ich das auch und ich dachte irgendein blöder Virus, weil die Pflanzen zu dicht stehen oder so. Und jetzt wieder. Frust. Und dann die Bohnen. Die Stangenbohnen haben weiße Flecken auf den Blättern und angetrocknete Blattränder. Das erinnert mich an meine Tomaten letztes Jahr, das ging nicht gut aus. Der einzige, der immer noch unbeeindruckt fröhlich im Bohnentopf sitzt, ist meine Inkognito-Biobohne. Scheinbar ist sie rob...

Schichtwechsel

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Bei den Blattgemüsen war heute der große Zapfenstreich: die erste Generation Spinat wurde abgeerntet und ausgebuddelt. Bis auf eine Pflanze: die lasse ich wachsen, weil ich sie blühen sehen möchte. Den Platz nehmen jetzt Blattsalat und Möhren ein und dazwischen wachsen die jüngeren Spinatpflanzen noch eine Weile weiter. Auch von der Rauke habe ich mich jetzt größtenteils getrennt, denn sie hat die irrwitzigsten Blattformen entwickelt und fing an, bitter zu schmecken. Der Lein ist übrigens brav aufgegangen, dafür lässt sich der Schnittknoblauch nicht im Geringsten blicken. Ich versuche jetzt, Sprossen vorzuziehen, aber scheinbar mögen mich Zwiebelgewächse einfach nicht: mein Schnittlauch war ein Witz aus drei Grashalmen, die Lauchzwiebeln sind nur zur Hälfte gekeimt und wie gesagt, der Schnittknoblauch macht mich ärgerlich. Ich bin versucht, einfach eine Knoblauchzehe in die Erde zu stecken und zu schauen, was passiert...