Sonntag, 14. Mai 2017

Kennenlern-Spiel

Den freien Samstag habe ich genutzt und mal zwei Stündchen in meinem neuen Buddelreich verbracht. Man muss sich ja mal langsam kennenlernen...
In der Gartentasche waren Papier und Bleistift, ein Zollstock, die Kamera, die Gartenhandschuhe und - für alle Fälle - die Gartenschere.

Ich bin ein Theoretiker, deshalb knobel ich erstmal eine Weile an meinen Plänen und schmeiße mich nicht gleich rein ins Praktische. Daher habe ich jetzt mal die Beete ausgemessen, damit ich einen Plan zeichnen kann und die Bepflanzung der Zierrabatte genau dokumentiert. Überblick ist der Anfang von Durchblick :-) !
Hier sollen mal vier Gemüsebeete hin:


Dann doch etwas Praxis: Alle Steine, Holzteile und was sonst noch an Unrat in den Beeten versteckt war, habe ich eingesammelt. Zuguterletzt habe ich den Weg von wucherndem Lavendel frei geschnitten und einen Fliederstrauß mitgehen lassen :-)
Und ich habe das gemacht, was ich schon in meinem Balkon-Gärtchen am allermeisten tue: Rumstehen und schauen.
Stundenlang kann ich das. Einfach dastehen, den Garten anschauen und überlegen, wie schön alles ist, was man alles machen könnte, was als nächstes oder alternativ oder doch ganz anders und - ach - das ist mir noch gar nicht aufgefallen, muss ich mir genauer ansehen...

*Garten-Philosophieren* nenne ich das, und es ist vielleicht das Wichtigste am Gärtnern für mich, weil es auch der absolute Genuss- und Entspannungsmoment ist. Nebenbei: Rumstehen und Nichtstun sind eigentlich absolut unytpisch für mich als notorischen Zappelheini, aber der Garten entschleunigt mich irgendwie...

Auf diese Weise fallen mir nicht nur jede Menge Ideen ein, sondern ich entdecke im Schneckentempo jeden Quadratzentimeter meines Gartenfleckens.






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